2010

WIR

Papier, Farbe, MDF, Reißverschlüsse

25 cm x 25 cm x 2 cm

2010 initiierte die Künstlerin Ursula Pahnke-Felder das Kunstprojekt The-zip-association: sie lud internationale KünstlerInnen ein, zum Thema Reißverschluss zu arbeiten. In diesem Zusammenhang entstand mein WIR.

 

 

2010

DIE ENERGIE DER WORTE

Papier, Farbe, MDF, Holz

handgefertigte Buchstaben auf 10 cm x 10 cm großen Platten

Sprache hat eine starke Energie, die sich auf Körper, Geist und Seele auswirkt. Für die konzeptionelle Serie Die Energie der Worte verwende ich Worte, die auf mich eine angenehme Wirkung haben. Durch die Verteilung der Buchstaben auf Platten ergibt sich eine neue Lesart. Die Buchstaben sind erhaben, sodass ich Weiß auf Weiß arbeiten kann.

 

 

Beispiele aus der Serie Vorstellung von schönen Worten:

 

2003                                                       2005                                                 2003

PÜTT                                                      WARTESCHLEIFE                           RELEVANT/WEICHTEILE

Papier, Farbe, Holz                             Papier, Farbe, , MDF, Holz             Papier, Farbe, MDF

68 cm x 27 cm x 6 cm                         84 cm x 28 cm x 5 cm                    je Wort 4 Platten à 10cm x 10cm x 4cm

Meine Vorstellung von schönen Worten wird im Laufe der Jahre immer wieder ergänzt. Ich stelle Worte vor, die auf unterschiedliche Weise mit mir zu tun haben, mich belustigen oder rühren. Zum Beispiel: LA CH LI NI E, BU CK EL RA D, AMANFANGWARDASWORT, B LU TB AD, LE BE NS VE RS IC HE RU NG, EX IS TE NZ MI NI MU M.

Meine Vorstellung von schönen Worten bei der VI. Ausstellung der Interessengemeinschaft Duisburg Künstler in der Stiftung Wilhelm-Lehmbruck-Museum Duisburg (1. August bis 20. September 2009).

 

 

Ein spaltbreit geöffnetes handgearbeitetes Papierkästchen, gefüllt mit Worten Foto: Heike Marianne Liwa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2000

INNEN

Papier, Farbe, Worte

21 x 7 cm x 7 cm x 5cm

Bei den aus Papier geformten und ausgehöhlten Kästchen schnitt ich die Vorderseite auf, fügte die von mir verfassten und auf einer Schreibmaschine geschriebenen Texte INNEN hinein und klebte sie bis auf einen kleinen Spalt zu. Die Texte sind so nicht oder nur in Fragmenten lesbar. Meine Frage bei dieser Arbeit richtete sich auf die Intimität von Wahrnehmung. - Wird meine Arbeit durch die Veröffentlichung der Texte im Jahr 2011 an dieser Stelle ad absurdum geführt oder weist sie nur auf die allgemeine Bereitschaft hin, individuelle Wahrnehmungen öffentlich zu teilen?

 

 

Das Gläserklirren

im Schrank

beim Vorbeifahren

der Straßenbahn

 

Das Gefühl

im Nacken

nach dem ersten

Schluck Bier

 

Das Klacken

was sich durch

den Körper

zieht

beim Abstempeln

eines

Fahrtickets

 

Der süße Geschmack

des Duschwassers

nach einem Bad

im Meer

 

Der stechende

Augenblick

des Alleinseins

nachdem alle

den Raum

verlassen

haben

 

Die Zunge die sich

in der Behandlungs-

pause über die

abgeschliffenen

Zahnstümpfe

tastet

 

Das Herzklopfen

beim Aufreißen

eines Liebesbriefes

 

Das Kribbeln

im Rücken

beim Durchlaufen

des dunklen Flures

 

Das Stolpern

auf der Schwelle

in den Schlaf

 

Das Aneinanderreiben

der verschrumpelten

Finger nach einem

langen warmen Bad

 

Ein Blick

der mit

Verständnis

erfüllt ist

und als Wärme

ins Herz

gleitet

 

Der salzige

Fischgeruch

des Wassers

und die

Möwenschreie

die Fernweh

in der Brust

wecken

 

Die Sehnsucht

nach Zukunft

die ein

in sich selbst

versunkenes Kind

gibt

 

Das Wort

Unendlich

aus dem Mund

eines

Fünfjährigen

Die Gleichzeitigkeit

mehrere Gedanken

und Gefühle

 

Die Liebe

beim Blick

auf die

vertraute

Geste

deiner

Hände

 

Die scheinbare

Vertrautheit

mit öffentlichen

Menschen

 

Die glühende

Wärme

in der Brust

beim Anblick

eines

Schlafenden

 

Das laute

Geräusch der

Toilettenspülung

im Rücken

 

Der Wunsch nach

Endlosigkeit

beim Hören

deiner Stimme

am Telefon

 

Die tastende

Unsicherheit

wenn im

Hausflur

das Licht

plötzlich

ausgeht