Skizze zur Körperwahrnehmung im Raum

Idee/Projektleitung/Installation: Heike Marianne Liwa 

Choreographie/Tanz: Bettina Rutsch

Komposition/Bass: Guido Bleckmann

Uraufgeführt am 18. November 2010 im Glockenturm der ehemaligen Jakobuskirche im Rahmen von TURM-KUNST-Ruhrort. Weitere Performances fanden im November und Dezember 2010 im Glockenturm und am 9. März 2012 in der Kapelle der Wasserburg Rindern in Kleve statt.

Rückmeldungen von ZuschauerInnen:

 

"Dankeschön für die Kunst-Stunde (…) Im Nachhinein fühlte ich mich so herausgerissen, aber doch wieder so an mein gesamtes Leben und Denken erinnert, Geisteswahrnehmungen. Ich sah die Schlichtheit der Säulen oder Stelen als Menschen meiner Umgebung und die grazil anmutenden oder auch ruckartigen Bewegungen der ausdrucksstarken Tänzerin so stark verbunden mit meinen/unseren Gedanken der letzten Monate. Wir sprechen oft vom Rest unseres Lebens. Für mich ist es immer wieder erstaunlich, wie drei einfühlsam junge Künstler gesamtes Leben ausdrücken können. Woher die Erfahrung?“

 

"Als Gast habe ich gestern Ihre Veranstaltung besucht und möchte mich bei Ihnen für diesen ausdrucksstarken Tanz sehr herzlich bedanken. Wenn ich heute darauf reagiere, sehen Sie, dass Ihre Darstellung auf mich Eindruck gemacht haben muss. Mir ist als Mann ein Angstgefühl entstanden, das natürlich nicht Wirklichkeit gewesen ist, aber doch als Gefühl deutlich spürbar war. Der Grund: Nach Ihrer anfänglichen Schüchternheit und Sorge um Begegnungen wurden Sie langsam mutiger. Der "Kleine" wurde zunächst als Mensch angenommen, dann aber schnell zur Seite geschoben. Im Laufe der Zeit ist es Ihnen gelungen, Macht selbst über die "Größten" zu erringen, so dass auch die mittleren Typen schnell abgeschrieben waren. Aus der anfänglichen Zurückhaltung wandelten Sie langsam aber sicher in eine Position, in der Sie einfach Maß genommen haben und die Personen problemlos in Ihr Schema einordneten. Schließlich wurden die Männer beliebig zur Seite geschoben, zum Abfallberg gestapelt, angestoßen, in Schräglagen gestellt, auch einmal in unerreichbare Höhen verschoben, schließlich als Käfig geordnet, aus dem Sie sich befreien mußten. Die Musik dazu hat die Wirkung Ihres Tanzes noch verdeutlicht. Was hat mich so beeinflußt? Evtl. die scheinbare Wehrlosigkeit der Figuren. Keiner hat sich auch nur ein Mal auf Ihren Fuß gestellt oder ist gegen Sie gefallen. Selbst wenn ein Umfallen einer Figur bevorstand, hatten Sie die Macht, das durch Geschicklichkeit zu verhindern. Auch der zum Ende entstandene Käfig wurde durch Sie selbst aufgebaut und problemlos nach kurzer Zeit geöffnet. Betroffen gemacht hat mich also die sehr einseitig dargestellte Sicht auf die Macht einer Frau über die Männer. Zum Schluß haben Sie als Frau mir dann doch in Ihrer Einsamkeit nach den Kämpfen leidgetan. Also, ein sehr gelungenes Kunstwerk."

 

"Es war wunderbar!"

 

"Endlich Leben im Turm! Und gleich so viel! Hurra!"

 

"Ein Lichtpunkt an einem dunklen Novemberabend."

 

"Grandios, die Kombination der großartigen Künste."

 

"Vielen Dank! Ein großartiges Vergnügen, so viel Spiel und Experimentierfreude zu sehen. Es war schön dabei zu sein. Der Weg aus Köln hierher hat sich allemal gelohnt."

 

"Eine wunderbare Inspiration in Tanz und Musik. Danke! -"

 

"Die Performance war wirklich die 'weite' Reise von GE aus durch den tristen Novemberniesel wert.“

 

„Die Atmosphäre hat was Besonderes, man fällt praktisch mit der Tür ins Theater und Bettina Rutsch tanzte quasi vor unseren Füßen oder mitten unter uns.“

 

„Gefallen hat mir auch, dass man diese Objekte anfassen konnte und zumindest Bettina Rutsch damit spielen durfte. Kunst be-greifen halt."

 

„Den Abgang der Tänzerin fand ich super und auch die seltsamen Töne der Musikbegleitung, die mich berührten. Wie kommen Euch nur solche Ideen, dafür bewundere ich die Menschen.“