WERKSCHAU - Objekte und Raumgestaltung mit Papier


Die Grundlage meiner Objekte ist überwiegend Zeitungspapier, ein nicht im üblichen Sinne wertvolles Material. Zeitungspapier hat eine hohe energetische Qualität, es speichert und hält Energie, was deutlich erkennbar ist wenn es um Temperatur geht. Die Arbeiten aus diesem Material haben eine starke energetische Wirkung auf den Raum. Die äußere Schicht besteht aus Packpapier, welches ich mit weißer Farbe bearbeite. Dies hat eine große Wirkung auf die Oberflächenstruktur, die dadurch organisch und pudrig ist. Im Weiß sehe ich das Licht, das Absolute, was alles enthält und gleichzeitig für alles offen ist.

 

Vorzugsweise beziehe ich einen Raum sofort in die Arbeit ein oder passe die Objekte dem Raum an. Dies ist eine kleine Auswahl meiner Arbeiten mit Papier.

 

Preise auf Anfrage.

DIE ENERGIE DER WORTE


Wir sind umgeben von Schrift und wenn es auch nicht möglich und wünschenswert ist, alles bewußt zu lesen, können wir uns der Wirkung nicht entziehen. Sprache hat eine starke Energie, die sich auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene bemerkbar macht. Für die konzeptionelle Serie Die Energie der Worte verwende ich Worte, die auf mich wohltuend wirken.

 

Durch die Verteilung der Buchstaben auf Platten ergibt sich eine neue Lesart. Die Buchstaben sind erhaben, sodass ich Weiß auf Weiß arbeiten kann - das erhöht die Unaufdringlichkeit, es entsteht ein Spiel mit Licht und Schatten und je nach Lichtverhältnis verschwinden die einzelnen Buchstaben. Die Worttafeln lassen sich inhaltlich sowie gestalterisch jedem Raum anpassen.

DIE ENERGIE DER WORTE im LiteraturBistro der Stadtbibliothek Duisburg

Fotos: Jola Wolters

In der von Klaus-Dieter Brüggenwerth geleiteten Ausstellungsreihe AndersArtiges war mein Raumkonzept DIE ENERGIE DER WORTE im März und April 2010 zu sehen.

DIE ENERGIE DER WORTE bei TURM-KUNST-Ruhrort

Fotos: Thomas Weiss

Hier sind die Buchstabenplatten angepasst an mein Raum-und Lichtkonzept für die im Rahmen meiner Veranstaltungsreihe TURM-KUNST-Ruhrort stattfindenden spartenübergreifenden Projekte.

DIE ENERGIE DER WORTE bei WECHSELSTUBE_STUBENWECHSEL

DIE ENERGIE DER WORTE - Papierobjekte von Heike Marianne Liwa

2012

DIE ENERGIE DER WORTE

Holz, MDF, Papier, Farbe

jede Buchstabenplatte hat das Format 10 cm x 10 cm

 

DIE ENERGIE DER WORTE in den Eingangsbereich eines privaten Raumes angepasst.

WANDOBJEKTE IN KISSENFORM


Traum I, II und III – Körper, Geist und Seele bei public home III

Fotos: 1,2,3 und 4 von Torsten Seithe, 5 und 6 von Elisabeth Höller

2007

Traum I, II und III – Körper, Geist und Seele

Papier, Farbe, Spanplatte, Spiegel, Wolle, Sand, Goldfolie, Fotos

3 Objekte à 80 cm x 80 cm x 20 bis 30 cm

 

Träume gelten in vielen Kulturen als Schlüssel zu Seele und Ausdruck des Unbewussten. In meinen eigenen Träumen kommen oft Räume vor. Die Arbeit Traum I,II,III – Körper, Geist und Seele hat dies zum Thema. Größe und Form der drei Objekte sind einem Kopfkissen nachempfunden, die hohlen Innenräume sind dem Titel gemäß gestaltet. Durch eine kleine Öffnung kann mithilfe einer Taschenlampe ins Innere gesehen werden. Als Beweismaterial für die Trauminhalte dienen in beschrifteten und numerierten Plastiktüten sichergestellte Materialien.

Jede Stunde des Tages im WILHELM LEHMBRUCK MUSEUM

Foto 1: Jola Wolter; 2, 3, 4 und 5: Thomas Weiss und 6: Torsten Seithe

2009

Jede Stunde des Tages

Papier, Farbe, alltägliche Materialien

24 Wandobjekte à 20 cm x 20 cm x 9 bis 12 cm

 

Hier griff ich erneut die Kissenform auf. Aus einundzwanzig Objekten dringen verschiedene alltägliche Gegenstände nach außen, drei enthalten Spiegel. Die Auswahl der Materialien ist dabei völlig willkürlich.

Leibesfrüchte bei RAUM_GEWINN

2012

Leibesfrucht

Papier, Farbe, Holz, Hanf, Baumwolle, Draht

4 x 30 cm x 30 cm x 12 cm

 

Eine neue Variation meiner kissenförmigen Wandobjekte. Die Assoziation zu einer Form ist immer sehr abhängig von der Objektgröße, wobei der Titel dieser Arbeit auf den Bezug zu Bäuchen hindeutet.

STELENFORM ALS VERORTUNG IM RAUM


Skizze zur Bedeutsamkeit der Körperwahrnehmung in einem Raum bei Kunst im Netz

Skizze zur Körperwahrnehmung im Raum
Foto: Stefan Liwa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1999

Skizze zur Bedeutsamkeit

der Körperwahrnehmung

in einem Raum

Papier, Farbe, Stahlplatte

9 x 12 cm x 175 cm bis 240 cm x 12 cm


Die Gemeinschaftsausstellung Kunst im Netz fand im glasüberdachten Innenhof des Bürogebäudes der DB auf der Hansastraße in Duisburg statt – ein lichtdurchfluteter mehrstöckiger Raum. Mir stellte sich die Frage, wie ich auf diese enorme Raumhöhe eingehen kann, denn alles sah hier klein und verloren aus. Ich entschied mich für Objekte, die bei der durchschnittlichen Körpergröße beginnend Menschengröße überschreiten. So konnte zwischen diesen Objekten stehend oder sich bewegend eine Körpererfahrung in Relation zu den Objekten und zum Raum gemacht werden. Jede einzelne Stele hat eine erstaunliche Präsenz und zur Gruppe aufgestellt schaffen sie einen starken energetischen Raum.

Performance mit SKIZZE ZUR KÖRPERWAHRNEHMUNG IM RAUM im Rahmen von TURM-KUNST-Ruhrort

2010 griff ich die Stelenform für mein Sparten übergreifendes Projekt erneut auf, dieses Mal mit einer Holzplatte als Sockel, um sie für den Tanz leicht bewegbar zu halten.

Skizze zur Körperwahrnehmung im Raum
Foto: Peter Brill

Performance mit SKIZZE ZUR KÖRPERWAHRNEHMUNG IM RAUM

 

Uraufgeführt am 18. November 2010 im Glockenturm der ehemaligen Jakobuskirche im Rahmen von TURM-KUNST-Ruhrort. Weitere Performances fanden im November und Dezember 2010 im Glockenturm und am 9. März 2012 in der Kapelle der Wasserburg Rindern in Kleve statt.

 

Idee/Projektleitung/Installation: Heike Marianne Liwa 

Choreographie/Tanz: Bettina Rutsch

Komposition/Bass: Guido Bleckmann


GRENZGÄNGIGE WANDOBJEKTE


Die Zeit vergeht von Tag zu Tag beinahe unmerklich schneller bei Kunst im Tunnel ...?

Die Zeit vergeht von Tag zu Tag beinahe unmerklich schneller - Papierobjekt von Heike Marianne Liwa 1998
Foto: unbekannt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1998

Die Zeit vergeht

von Tag zu Tag

beinahe unmerklich

schneller

Papier, Farbe

16 Stäbe ca. 80 cm x 4 cm x 4 cm


Die Gemeinschaftsausstellung Kunst im Tunnel ..? fand in einem ehemaligen Versorgungstunnel des Duisburger Hauptbahnhofs statt. Ein langer fensterloser Gang, der mich dazu inspirierte, durch dreidimensionale Striche aus Papier die vergehende Zeit darzustellen, angelehnt an Zählstriche bei denen der fünfte Strich durch die vier anderen gezogen wird. Die Abstände der sechzehn Stäbe verringern sich von Stab zu Stab.

Messer, Gabel, Schere, Licht ... in der Galerie kg100m

Fotos: Stefan Liwa

1999

Messer, Gabel, Schere, Licht ... - drei Variationen

Papier, Farbe

jeweils 4 Objekte ca. 4 cm x 4 cm x 2 cm

 

Bei der Arbeit Messer, Gabel, Schere, Licht … (ist für kleine Kinder nicht) experimentierte ich mit dem Material Papier, indem ich es den Einwirkungen der genannten Gegenstände aussetzte. Es gibt drei Variationen davon, weil die Form des Papiers deutlich die Wirkung verändert. Der Titel der Arbeit ist ein Hinweis auf meinen spielerischen Ansatz, bei dem besonders die Einwirkung des Feuers grenzwertig war.

INNEN bei daheim1

Das Gläserklirren

im Schrank

beim Vorbeifahren

der Straßenbahn

 

Das Gefühl

im Nacken

nach dem ersten

Schluck Bier

 

Das Klacken

was sich durch

den Körper

zieht

beim Abstempeln

eines

Fahrtickets

 

Der süße Geschmack

des Duschwassers

nach einem Bad

im Meer

 

Der stechende

Augenblick

des Alleinseins

nachdem alle

den Raum

verlassen

haben

 

Die Zunge die sich

in der Behandlungs-

pause über die

abgeschliffenen

Zahnstümpfe

tastet

 

Das Herzklopfen

beim Aufreißen

eines Liebesbriefes

 

Das Kribbeln

im Rücken

beim Durchlaufen

des dunklen Flures

 

Das Stolpern

auf der Schwelle

in den Schlaf

 

Das Aneinanderreiben

der verschrumpelten

Finger nach einem

langen warmen Bad

 

Ein Blick

der mit

Verständnis

erfüllt ist

und als Wärme

ins Herz

gleitet

 

Der salzige

Fischgeruch

des Wassers

und die

Möwenschreie

die Fernweh

in der Brust

wecken

 

Die Sehnsucht

nach Zukunft

die ein

in sich selbst

versunkenes Kind

gibt

 

Das Wort

Unendlich

aus dem Mund

eines

Fünfjährigen

Die Gleichzeitigkeit

mehrere Gedanken

und Gefühle

 

Die Liebe

beim Blick

auf die

vertraute

Geste

deiner

Hände

 

Die scheinbare

Vertrautheit

mit öffentlichen

Menschen

 

Die glühende

Wärme

in der Brust

beim Anblick

eines

Schlafenden

 

Das laute

Geräusch der

Toilettenspülung

im Rücken

 

Der Wunsch nach

Endlosigkeit

beim Hören

deiner Stimme

am Telefon

 

Die tastende

Unsicherheit

wenn im

Hausflur

das Licht

plötzlich

ausgeht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2000

INNEN

Papier, Farbe, Worte

21 x 7 cm x 7 cm x 5cm

 

Bei den aus Papier geformten und ausgehöhlten Kästchen schnitt ich die Vorderseite auf, fügte die von mir verfassten und auf einer Schreibmaschine geschriebenen Texte INNEN hinein und klebte sie bis auf einen kleinen Spalt zu. Die Texte sind so nicht oder nur in Fragmenten lesbar. Meine Frage bei dieser Arbeit richtete sich auf die Intimität von Wahrnehmung. - Gezeigt auf der daheim1 in Jahr 2000. Wird meine Arbeit durch die Veröffentlichung der Texte im Jahr 2011 an dieser Stelle ad absurdum geführt oder weist sie nur auf die allgemeine Bereitschaft hin, individuelle Wahrnehmungen öffentlich zu teilen?


Blick unter die Oberfläche in der cubus kunsthalle

Blick unter die Oberfläche - Papierobjekt von Heike Marianne Liwa
Foto: Jola Wolters

2009

Blick unter die Oberfläche

Papier, Farbe

7 Wandobjekte 15 cm x 6 cm x 4 cm

 

Die Oberflächenstruktur aufzubrechen ist immer ein Risiko, kann jedoch Erstaunliches zum Vorschein bringen.

Meditationskissen bei WECHSELSTUBE_STUBENWECHSEL

2011

Meditationskissen SCHLAF TRANCE TRAUM TOD

Papier, Farbe, Spanplatte, Filz

4 x 30 cm x 30 cm x 7 cm

 

Bei dieser Wandarbeit ging es mir formal um die Außenlinien und den Einsatz des unterschiedlichen Filzes und seine Wirkung auf das Objekt. Die kissenförmigen Wandobjekte sind geeignet für Meditationen und die Titel regen ein Thema an.